Die Nuri Reserva, Jahrgang 2015

Wir hatten endlich die Möglichkeit eine kleine Vergleichsverkostung von regulären Sardinen versus Jahrgangssardinen zu machen – nichts aufregendes, aber trotzdem spannend.

Verglichen haben wir die Normale Fischkonserve von Nuri (Sardinen 72%, Olivenöl 22%, Gurke, scharfer Paprika (Piri-Piri 2%), Karotte, Speisesalz, Gewürznelke, schwarzer Pfeffer, Lorbeerblatt), mit dem gleich garnierten Pendant “Nuri Reserva Jahrgang 2015”.

12 Monate Reifung

Diese werden im portugiesischen Matosinhos (in der Nähe von Porto) in einer Manufaktur produziert. Nur die schönsten Fischfilets werden ausgesucht, händisch mit Olivenöl in die Dosen eingelegt, gewürzt und dann mindestens zwölf Monate gelagert. Am Ende kommt es in eine besonders schöne Schachtel und wird nummeriert, die Dosen sind auf 19.000 Stück limitiert.

Der nächste große Unterschied – abgesehen von der Machart – ist der Preis, die normale Dose kostet ca. 3 Euro während die Jahrgangsdose ca. 15 Euro kostet.

Aber auch geschmacklich liegen Welten zwischen den beiden Produkten:

Eine andere Welt

Zuerst die Normale Dose von Nuri. Ein wirklich gutes Produkt, die Sardinen sind schön erkennbar, das Olivenöl riecht fein und die restlichen Zutaten sind durchaus erkennbar. Das Öl ein wenig abtropfen lassen und man schmeckt die Sardine und die leichte Würze – keine überbordende Schärfe, und keine gewaltige Explosion, einfach eine klassische Sardine aus der Konserve.

Bei der Jahrgangssardine schaut es schon etwas anders aus: das Öl ist eindeutig dunkler, der Geruch etwas intensiver nach Fisch und Öl – aber sehr angenehm. Auch hier wieder etwas Öl weggeben und ab in den Mund mit dem Fischchen. Ohne den direkten Vergleich schon ein sehr angenehmes Geschmackserlebnis, angenehme Schärfe, feine Würze, salzig öliger und perfekt zarter Fisch – einfach richtig viel Umami.

Vorne, die normale Sardine – im Hintergrund die mit dem Jahrgang 2015

Wenn man dann den Vergleich wagt, zeigen sich die Unterschiede noch deutlicher: Die Jahrgangssardine präsentiert sich angenehm rund und harmonisch. Die „schnöde“ Sardine hingegen ist viel unausgewogener im Geschmack.

Ob einen die 15 Euro für die Dose wert sind, muss jeder für sich entscheiden, aber der Vergleich zeigt, dass die Jahrgangssardine auf jeden Fall ein Produkt der Extraklasse ist!