Der erste Rosé Prosecco DOC von Canella

Seitdem die Regelungen für Prosecco novelliert wurden (Hier können Sie mehr dazu lesen), gab es immer mal wieder das Gerede über die Einführung eines Rosé-DOC für Prosecco. Im 2017er bzw. 2018er Jahr wurde dieses Gerede immer konkreter, bis das italienische Landwirtschaftsministerium den Prosecco Rosé DOC endgültig genehmigt hat. Mit der Ernte 2020 kann somit der erste offizielle Prosecco Rosé entstehen. Insgeheim haben die Produzenten aber darauf gehofft den DOC bereits zur Ernte 2019 produzieren zu dürfen.

Das Reglement

Prosecco DOC Rosé darf nur aus der traditionellen Rebsorte Glera mit mindestens 10 bis höchstens 15 Prozent Pinot Nero produziert werden. Der Pinot Nero ist damit die einzige zugelassene rote Sorte. Die Versektung dauert mindestens zwei Monate und damit doppelt so lang wie beim klassischen weißen Prosecco DOC.

Die erste Verkostung

Dank einem genialen Weihnachtsgeschenk konnte ich jetzt meine erste Flasche Verkosten. Ins Glas kam der Lido Prosecco Rosé DOC Spumante Brut 2019 (11 % Vol.), Casa Vinicola Canella – damit ist Lorenzo Canella einer der ersten am Markt. Hergestellt wurde der Schaumwein nach der Charmat-Methode in Stahltanks.

Der Rosé Prosecco hat eine brillante zartrosa Farbe und kann mit einer sehr feinen Perlage Punkten. Beim ersten Reinschnuppern offenbart sich sein fruchtig feines Bouquet. Noten von Kirschen, Waldbeeren und auch Himbeeren, sowie zarte Blütenaromen bilden eine gelungene Kombination.

Am Gaumen geht es dann frisch und lebendig weiter (vielleicht wäre etwas mehr Säure spannender). Auch hier sind die Beerenaromen wieder präsent und werden von der Perlage schön getragen. Am Ende gibt es eine leichte süße Spitze.

Die Winzer sind raffiniert

Wenn Sie genau gelesen haben, werden Sie bemerkt haben, dass bei dem Prosecco der Jahrgang 2019 steht – wie geht denn das? Ganz einfach, der nötige Pinot Nero wurde schon im Jahr 2019 produziert.

Fazit

Alles in allem ist der Rosé Prosecco ein trinkfreudiger Schaumwein. Falls Sie jetzt selbst auf den Geschmack gekommen sind: im „Wein und Co“ bekommt man diesen für ca. Euro 13.-

Na dann, cin cin!