Jene Leser, die bereits geheiratet haben, wissen mit welchem enormen Aufwand die Vorbereitungen einer Hochzeit verbunden sind. Der schönste Tag im Leben muss schließlich perfekt organisiert sein und makellos über die Bühne gehen. Wir hoffen also eine Hilfestellung für all die Menschen bieten zu können, die mit der Planung eines solchen Festes betraut sind und die erwägen in einem Weingut zu heiraten.

Warum heiraten am Weingut?

Es ist in erster Linie unsere Leidenschaft für Wein, die uns zu unserer Entscheidung bewogen hat. Natürlich gibt es darüber hinaus noch andere Vorteile. Oftmals bieten Weingüter eine malerische Kulisse, manchmal auch mit Blick vom Weinberg herab auf die umgebende Landschaft. Das mag vielen Menschen banal vorkommen, aber ein schönes Ambiente ist ein wichtiger Baustein für eine unvergessliche Feier. Darüber hinaus sind Weingüter bodenständige und naturverbundene Orte, sie können aber mitunter sehr elegant und nobel gestaltet sein. In der Regel findet man in Österreichs Weinregionen Weingüter für jedermanns Geschmack: Von rustikal bis elegant. Außerdem ist zu beachten, dass die Eigentümer in der Regel von teuren Saalmieten absehen, was in Schlössern und Eventlocations nur recht selten der Fall ist. Auch die Getränkepreise sind naturgemäß im direkten Vergleich günstiger. Konsumiert man einen hauseigenen Wein am Weingut, so kostet er in der Regel wesentlich weniger als in einem Restaurant. Diese müssen nämlich, um wirtschaftlich arbeiten zu können, einen deutlich höheren Aufschlag auf den Ab-Hof-Preis verrechnen. Und natürlich bieten Weingüter auch andere Highlights, die der Hochzeitsgesellschaft einen unvergesslichen Tag bescheren können. So kann man etwa Weinverkostungen anbieten, oder eine Führung durch den Weinkeller organisieren, für alle jene Gäste, die unsere Leidenschaft zu Wein teilen.

Ob nobles Schlösschen (hier das Haus Bollinger in der Champagne), oder …

… einfach und rustikal – Weingüter bieten für alle was!

Die ersten Schritte

Bevor die Suche nach der perfekten Location beginnt, müssen die wichtigsten Parameter abgesteckt werden. Sie sollten also schon ein grobes Bild von Ihren und den Wünschen Ihres Partners im Kopf haben. Dazu müssen folgende Fragen geklärt sein:

  • Wann wollen wir heiraten?
  • Welche Regionen kommen in Frage?
  • Wie viele Personen werden kommen? Wie viele davon sind Kinder?
  • Welches Budget habe ich zur Verfügung?
  • Was wollen wir essen und trinken?

Sind diese Punkte grob abgesteckt, kann man mit der Suche beginnen. Hier werden Ihnen viele bereits verheiratete Ehepaare den selben Rat geben: Die Suche braucht Zeit! Ein Jahr vor gewünschtem Hochzeitstermin sollte man spätestens mit der Suche beginnen. Und ja, diese Zeit braucht man tatsächlich, es sei denn man ist hauptberuflicher Eventmanager.

Im Internet gibt es unzählige Listen von Weingütern, die Hochzeiten anbieten, oftmals auch mit Bewertungen und Erfahrungsberichten. Beiden sollte man nicht blind vertrauen, allerdings können sie zumindest einen groben Anhaltspunkt bieten. Es ist auf jeden Fall zielführend, eine Liste mit den möglichen Weingütern zu erstellen und dort telefonisch oder per Mail um einen Besichtigungstermin zu bitten. Soviel gleich vorweg: Wer einen dichten Terminkalender hat, wird wesentlich länger brauchen, alle Weingüter persönlich zu besuchen. Die Besichtigung braucht ihre Zeit und kann in den wenigsten Fällen unter ein paar Stunden abgehandelt werden. Deshalb ist es in der Planung wichtig, niemals mehr als zwei Locations pro Tag zu besuchen. Besser ist nur ein Weingut pro Tag.

Die Details zählen!

Am Weingut angekommen sollten Sie sich sofort ein erstes Bild machen. Ist die Fassade der Gebäude in Ordnung? Ist der umliegende Rasen gepflegt? Oftmals sind es die Details, die entscheiden! Fallen Ihnen Makel auf, notieren sie diese und sprechen Sie sie an. In der Regel wird man als potentieller Gast, der viele tausend Euro Umsatz verspricht, auch entsprechend ernst genommen. Falls möglich, lassen Sie sich auch den Weinkeller und den Weingarten zeigen und sagen Sie, falls gewünscht, dass Sie diese auch zu verwenden gedenken. Sowohl Weinkeller als auch Weingärten bieten sich an, um eine extraordinäre Trauung und/oder Agape abzuhalten und sich von anderen Hochzeiten deutlich abzuheben. Denkbar wäre etwa folgender Ablauf:

  • Trauung und Agape im Weingarten
  • Hochzeitsfotos im Weingarten
  • Führung für alle interessierte durch den Weinkeller mit anschließender Verkostung
  • Hochzeitstorte und Kaffee im Gastgarten
  • Abendessen und Hochzeitsreden im Gewölbe
  • Ausklang im Gastgarten und Tanzen im Gewölbe

Essen und trinken

Nach erfolgreicher Führung gilt es einen weiteren wichtigen Punkt zu eruieren: Die Qualität der Küche und der Getränke. Sagen Sie dem Besitzer, dass Sie gerne essen würden und kosten Sie sich durch die Speisekarte. Wir haben dabei stets Freunde mitgenommen, die mir uns zu den Weingütern gefahren sind und die auch bestellt haben. Wenn man nur zu zweit ist, kann man weniger kosten als wie wenn man zu viert oder zu sechst ist. Selbiges gilt natürlich auch für die angebotenen Weine.

Auch der Service will genau beobachtet werden. Sind die Kellner aufmerksam und freundlich? Wie sind sie gekleidet, wie reagieren sie auf Sonderwünsche? Nehmen Sie sich ausreichen Zeit und können Sie Fragen zu Wein und Speisen professionell beantworten? Was vielen als Nebensache abtun, ist für andere entscheidend. Auch große Restaurantbewertungssysteme lassen den Service nicht umsonst in die Gesamtbeurteilung einfließen.

Der Betreiber des Weingutes wird sicher gerne mögliche Varianten für das Hochzeitsessen mit Ihnen abstimmen. Das erste Essen wird meistens zur Agape gereicht. Hier kann man, abgestimmt auf den weiteren Verlauf des Tages, zwischen einfachen Häppchen bis zu kleinen Buffets wählen. Bedenken Sie, dass die Agape die Zeit des Schaumweins ist! Es bietet sich an, das Essen daran anzupassen.

Beim Abendessen wird man in der Regel vor die Wahl zwischen Buffet und gedecktem Menü gestellt. Beides bietet Vor- und Nachteile, wobei die Vorteile beim Buffet für mich persönlich überwiegen. Während das gedeckte vielleicht eleganter ist, kann der Gast im Regelfall nur unter wenigen Optionen wählen. Das Buffet wiederum erfordert es, dass der Gast aufsteht und sich sein Essen holt, allerdings kann er sich seine Speisen selbst zusammenstellen. Summa summarum ist das für mich die bessere Lösung. Denkbar sind auch Mischformen, wo eine Vorspeise serviert wird, die Hauptspeise aber am Buffet zu entnehmen ist. Gehen Sie die Szenarien mit dem Gastgeber durch, in der Regel wissen sie welche Art in ihrem Betrieb am besten funktioniert. Meistens ist man auch für Sonderwünsche offen, solange man bereit ist dafür entsprechend zu bezahlen.

Auf jeder Hochzeit sollten mindestens ein Weißwein, ein Rotwein und ein Schaumwein angeboten werden. Wenn das Weingut nicht alles anbietet, ist deshalb nicht Hopfen und Malz verloren. So gut wie jeder Betrieb bietet das Mitnehmen von eigenen Weinen an, natürlich gegen ein Stoppelgeld (in der Regel zwischen 10 und 20 Euro pro Flasche).

Hier gilt zu beachten, dass man bei der Auswahl der Weine ein möglichst breites Publikum trifft. Anspruchsvolle Weine mögen einen Teil der Gäste begeistern, ein anderer Teil kann sich davon allerdings überfordert fühlen. Im Zweifelsfall sollten Sie sich immer für den Wein entscheiden, der Ihnen selbst zusagt. Aber auch dieser muss entsprechend aufbereitet sein. Sprechen Sie daher unbedingt mit dem Winzer, wie der Schaum- und Weißwein gekühlt wird und ob man den Rotwein dekantieren kann. Da es wenig Sinn macht, den Gästen den Wein glasweise vom Service bringen zu lassen, sollten die passenden Weinflaschen stets am Tisch stehen und bei Bedarf nachgebracht werden. Schaumweine und Weißweine lassen sich in Kühlbecken in Eiswasser elegant und praktisch aufbewahren, lediglich eine Stoffserviette muss um die Flaschen gewickelt sein, damit beim Einschenken kein Wasser auf Tisch und Kleidung tropft. Welche Flaschengröße wird gewünscht? Großflaschen sehen elegant aus, sind aber in der Handhabung herausfordernder und führen oft zu unangenehmen Weinflecken. Sprechen Sie sich ab und tauschen Sie sich aus, Sie werden einen für Sie richtige Lösung finden.

Die wichtige Frage der Verrechnung der Getränke erfolgt in der Regel am Schluss des Erstgesprächs mit dem Weingut. Generell gibt es die Optionen der Pauschalpreise pro Person, oftmals nach Stunden gestaffelt, oder die Abrechnung nach konsumierten Einheiten. Die Erfahrung zeigt, dass letzteres meistens die günstigere Option ist, wobei man hier kein Pauschalurteil fällen kann, sondern die jeweiligen Angebote des Weinguts vergleichen muss. Als Hilfestellung kann man eine grobe Schätzung von einer Flasche Wein pro Person rechnen. Es ist ein Erfahrungswert, den mir mehrere Winzer bestätigt haben und mit dem man in der Regel recht gut auskommt.

Die Getränkewahl

Für den Schaumwein gilt: Er sollte nicht zu schwer und stark sein, dafür zugänglich und animierend. Jahrganschampagner mit komplexen Kellernoten und feinem Brioche ist etwas Spannendes, für eine Hochzeit aber meiner Meinung nach nicht die erste Wahl (es sei denn, er wird zu späterer Stunde getrunken). Der Großteil der Gäste wird Schaumwein zur Agape trinken, wenn der Tag noch jung ist. Hier bietet sich Winzersekt, gerne auch nach Methode traditionell, mit feiner Perlage und fruchtigen Bukett an. Der Wein sollte so gewählt werden, dass er die kommenden Weine an Wuchtigkeit und Kraft nicht übertrifft. Denn beim Trinken von Wein gilt die Regel von leicht und filigran zu opulent und komplex. Viele der Gäste freuen sich sicherlich auch über einen passenden Rosé-Schaumwein.

Bei der Wahl der Weißweine gelten ähnliche Regeln. Wenn man sich dazu entscheidet, nur einen Wein anzubieten, sollte dieser den Geschmack möglichst aller Gäste treffen. Der Alkoholgehalt sollte nicht zu hoch liegen (nicht über 13,5%), der Wein noch über keine allzu stark ausgeprägten Alterungsnoten verfügen. Heiraten sie im Sommer und rechnen Sie mit großer Hitze, dann bieten sich leichte Weine mit einer guten Säurestruktur und feiner Mineralik an, die dem Wein eine elegante frische verleiht. Auch Weine mit blumigen Nasen, etwa die typischen gelben Muskateller aus der Steiermark, können einen gut durch den Tag führen. Sollten Sie sich entscheiden, mehrere Weißweine anzubieten, versuchen Sie geschmacklich ein möglichst breites Repertoire aufzustellen.

Rotweine werden bei Hochzeiten gewöhnlich am wenigsten getrunken, was eigentlich schade ist, da es auch Rotweine gibt, die dazu geeignet sind, auch bei Feierlichen Anlässen und bei großer Hitze genossen zu werden. Es bietet sich an, beim Rotwein auf einen Kontrast zum relativen leichten Weiß- und Schaumwein zu setzen und diesen erst nach dem Essen zu bewerben. Hier können Sie den Winzer fragen, was er an älteren, kräftigeren Weinen zu bieten hat. Zu der Zigarre nach dem Essen passen Whiskys, Edelbrände oder aussagekräftige Weine, gerne auch mit kräftigen, aber gut eingebundenen Tanninen, Kräuterwürze, Tabak- und Schokoladennoten. Natürlich im Holz ausgebaut.

Riesling Smaragd Loibner Loibenberg 2013

Wenn gewünscht, können Sie noch Süßweine anbieten, allerdings nicht über den ganzen Tag. Ein Süßwein ist als Speisebegleiter gedacht und sollte zu Desserts gereicht werden. Verstehen Sie mich nicht falsch: Natürlich kann man Süßweine auch ganz ohne Essen trinken und darin seine Freude finden. Bei einer Hochzeit wird so ein Angebot aber kaum jemand wahrnehmen.

Bier gehört zu jeder Hochzeit, auch auf einem Weingut. Auch wenn es für uns nicht nachvollziehbar ist, müssen wir uns eingestehen, dass viele Menschen keinen Wein trinken, weil er ihnen nicht schmeckt. Ihnen muss man eine alkoholische Alternative in Form von Bier anbieten. Gut beraten ist man mit einem Märzen, weil es den meisten Biertrinkern zusagt. Pils ist geschmacklich spezieller und nicht bei jedem beleibt, es sollte also nur als Ergänzung angeboten werden. Natürlich kommt das Bier aus dem Fass und wird aus Tulpen in Form von Pfiff serviert. Dosen, Flaschen, Halbliter- oder Litergläser kommen nicht in Frage. Einzige Ausnahme ist das Servieren von Spezialbieren, etwa Pale-Ales oder Craft Beer, als Ergänzung zum Märzen. Diese Biere leben oftmals von der speziellen Flaschenform und exotischen Etiketten. Serviert werden dürfen sie aber selbstredend nur mit einem passenden Glas dazu.

Cocktails und Mixgetränke werden oftmals angeboten, sind aber nicht zwingend erforderlich. Wenn Sie sie dennoch anbieten wollen, dann empfiehlt sich die Buchung eines professionellen Barkeepers, der alles auf Bestellung und vor den Augen des Publikums zubereitet. Alternativ können Sie die Getränke auch vom Wirten selbst zubereiten lassen, allerdings sollten Sie sich hier im Vorhinein auf eine beschränkte Auswahl, etwa drei verschiedene Cocktails, einigen. Achten sie bei der Wahl der Getränke, dass sie nicht allzu stark sind und, sofern sie unter Tags getrunken werden, eher auf der frischeren Seite angesiedelt sind. Ein Manhatten oder Sazerrac sind definitiv die falsche Wahl! Die Zutaten der Drinks müssen natürlich von höchster Qualität sein – kein Gast hat Lust auf billigen Fusel.

Ein Schnapps zum Abschluss: auf Hochzeiten ein strittiges Thema

Schnaps gehört zur Österreichischen Trinkkultur und kann nach einem üppigen Essen eine Wohltat sein. Sie werden, sollten Sie nach dem Essen verschiedene Schnäpse anbieten, sicherlich viele erfreute Gesichter sehen. Hier sollte man auf gar keinen Fall sparen, denn guter Schnaps ist teuer und Abstriche in der Qualität sind nicht akzeptabel. Ihre Gäste werden es Ihnen danken! Alternativ kann man als Digestiv zu anderen Getränken greifen, die dem Genuss auch keinen Abbruch tun. Ein Averna Sour nach dem Essen kann das Herz erfreuen und neue Lebensgeister wecken. Sollten Sie auf Schnaps verzichten wollen, wird es Ihnen aber niemand krummnehmen. Viele Brautpaare vereinbaren mit dem Wirten, dass Schnaps zwar bestellt werden kann, aber von den Gästen selbst zu bezahlen ist. Was früher verpönt war, ist heute weitgehen akzeptiert.

Alkoholfreie Getränke stehen wesentlich weniger im Fokus, sind für ein schönes Fest aber essentiell. Neben Mineralwasser still und prickelnd bedarf es auch anderer Getränke, um die Gäste zufrieden zu stellen. Oftmals bieten Weingüter nur Traubensaft als alkoholfreie Alternative an. Für Kinder ist das meistens nur eine unbefriedigende Alternative, sie sehnen sich nach Limonaden und Cola. Hier sollten Sie mit dem Winzer abklären, was er im Angebot hat. Mit selbst gemachten Eistees oder Limonaden kann man das Repertoire erweitern und Eindruck schinden, Wasser mit Zitrusfrüchten schmeckt nicht nur gut, sondern sieht auch gut aus. Aller Getränke sollten gut gekühlt und auf Bestellung serviert werden, die Ausnahme bildet Wasser, das immer am Tisch stehen sollte und bei Bedarf nachgebracht wird. Am elegantesten sind Literflaschen aus Glas, natürlich original verschraubt. Alternativ lassen sich aber auch Soda und Leitungswasser in großen Karaffen kredenzen.

Bei der Wahl der Gläser ist man oft von dem Bestand des Weinguts abhängig. Nehmen Sie sich trotzdem die Zeit und sehen Sie sich die verschiedenen Gläser an. Besonders die Weingläser haben Einfluss auf Geschmack und Trinkvergnügen. Heiratet man im Heurigen, sind Henkelgläser gerade noch vertretbar, sollten aber niemals erste Wahl sein. Echte Weingläser, abgestimmt auf die entsprechenden Weine, sollten, wie in jedem Restaurant, auch bei der Hochzeit state of the art sein. Es gibt auch Universalweingläser, die von namhaften Herstellern angeboten werden, die sich sowohl für Schaumweine, Weißweine als auch Rotweine eignen. Sie sind aber auch ein Kompromiss und können bei hochwertigen Weinen den Genuss trüben. Ideal sind leichte, dünnwandige Gläser mit schmalem Stiel aus hochwertigem, robustem Glas. Sollten Sie mit den Weingläsern unzufrieden sein, reden sie mit dem Winzer und suchen Sie gemeinsam einen Lösungsweg. Wer bereit ist zu zahlen, wird in der Regel alles bekommen was das Herz begehrt.

Ablauf und Logistik

Eine große Hochzeit ist wie ein Event zu betrachten, bei dem man bereits im Vorfeld möglichst alle Eventualitäten einplant, um am wichtigen Tag nicht überfordert zu sein. Jedes Brautpaar sollte sich daher überlegen, ob es eine Hochzeitsberatung in Anspruch nehmen will. In der Regel bekommt man hier umfassenden Service im ganzen Planungsprozess bis zur Hochzeit. Wer alles alleine planen möchte, wird mit erheblichen Mehraufwand konfrontiert sein. Aber auch das ist möglich und kein Hindernis für eine Traumhochzeit. Das wichtigste in der Gesamten Planung ist der Ablauf der einzelnen Programmpunkte. Machen Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken, um bereits mit einem groben Konzept zum Winzer zu gehen und mit ihm alles durchsprechen zu können. Betreffend der Location sollte man sich bereits vor der tatsächlichen Zusage Gedanken hinsichtlich folgender Punkte machen:

  • Wollen Sie eine kirchliche oder standesamtliche Trauung? Und wo sollen diese stattfinden?
  • Wie kommen die Gäste von der Trauung zum Weingut?
  • Gibt es ausreichend Parkplätze?
  • Gibt es ausreichend Hotels?
  • Gibt es eine Kinderbetreuung?

Deko und Gimmicks

Weingüter haben den großen Vorteil, von ganz alleine ein magisches Ambiente vorweisen zu können. Dennoch müssen einige Dinge betreffend Einrichtung geklärt werden. Das Brautpaar ist gut beraten, bei der Gestaltung der Deko auf den Winzer zu hören, er kennt in der Regel die richtigen Gärtnereien, die bereits mehrmals passenden Blumenschmuck erstellt haben. Sonderwünsche sind immer erlaubt und erwünscht, lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Wenn Sie sich dazu entscheiden, die Deko selber organisieren zu wollen, nehmen Sie sich ausreichen Zeit und stellen Sie sicher, dass Sie bereits am Vortag (oder zwei Tage davor) mit den Arbeiten beginnen können. Wenn es das Budget zulässt, dann lagern Sie es aus. Sie werden es nicht bereuen.

Sollten Sie spezielle Gimmicks wünschen, etwa eine Photobox, einen Zuckerwatte- oder Eisstand, oder eine Popcornmaschine, klären Sie mit dem Weingut ab, was möglich ist, wo Platz dafür ist und, sofern notwendig, wer das ganze betreut.

Was abschließend noch zu sagen ist

Hochzeiten sind jene spärlichen Momente, wo man den überwältigenden Großteil seiner Liebsten konzentriert an einem Ort hat, und das sollte man in vollen Zügen genießen können. Eine gute Vorbereitung hilft, für alle Eventualitäten entsprechend gewappnet zu sein und nichts dem Zufall überlassen zu müssen. Daher ist es empfehlenswert, sich wenn möglich professionell helfen zu lassen. Lassen Sie sich auch von Ihren Trauzügen unterstützen – sie kennen Ihre Vorlieben meist recht gut und wissen was Ihnen gefällt. Vergessen Sie nicht, dass es Ihr Tag ist und dass Sie im Mittelpunkt stehen. Sollten Sie Zweifel in manchen Details haben, verlassen Sie sich auf Ihre erste Intention und Ihr Bauchgefühl. Sie werden sehen, dass man damit meist richtigliegt. Wir wünschen Ihnen ein schönes Fest und alles Gute für die gemeinsame Ehe!

Der Anlassgrund für den Text: Roland und Sigrid (mamawahrheiten.at) frisch verlobt